The Jungle Book

The Jungle Book

„The Jungle Book“ ist bereits zwei Wochenenden hintereinader auf Platz 1 der deutschen Kinocharts und das absolut zu Recht. 910.000 Besucher haben hier „The Jungle Book“ bereits gesehen und es könnten 1 Mio. werden, wenn sich Disney nicht ab diesen Donnerstag mit „The First Avenger: Civil War“, selbst die Show stiehlt.

Die Geschichte dürfte jedem bekannt sein: Das Menschenjunge Mogli wächst, nach dem Verlust der Eltern, im Dschungel Indiens auf. Gerettet von Panther Baghira, lernt es im Tierreich zu leben und überleben. Verfolgt vom rachsüchtigen Tiger Shir Khan und beschützt vom Bären Balu, erlebt er allerlei Abenteuer. Von der dramatischen Flucht vor Shir Khan, übers Honigsammeln mit Balu, bis zum Besuch bei König Louie wird man auf eine atemberaubende Reise in den Dschungel entführt.

Schon die ersten Trailer im Kino hatten bei mir den Wunsch, diesen Film zu sehen, ausgelöst – er ist einfach spektakulär umgesetzt. Ich musste immer wieder an „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ denken, was die nahe Perfektion der Animation der Dschungelwelt und insbesondere der Tiere angeht. Sie sehen wirklich lebensecht aus, so dass einzig ihre Sprache klar macht, dass es ein Märchen ist.

Tatsächlich schreckte Favreau hier nicht davor zurück, den Dschungel in seiner ganzen Bandbreite – also auch seiner Grausamkeit – zu zeigen. Das Recht des Stärkeren oder die Gesetze der Natur spielten natürlich immer eine Rolle und das Dschungelbuch hatte auch recht bedrohliche Passagen, doch der neue Film „The Jungle Book“ lässt etliche der Verniedlichungen des Disney-Zeichtrickfilmes von 1967 für ein realistischeres Weltbild sausen. Gesungen wird an drei Stellen, von denen König Louies Lied leider völlig deplatziert wirkte, gerade weil es ein Bedrohungsszenario ad absurdum führte.

Jon Favreau hat das alles wirklich überzeugend hinbekommen und verpasst dem Material eine Frischzellenkur – so hat jede Generation sein Dschungelbuch. Bei mir liegen noch die Hörspielkassetten rum 😀

Dschungelbuch Hörspiel

Leider sind die deutschen Stimmen – trotz eigentlich guter Besetzung – nicht so toll. Einzig die beiden Frauen – Heike Makatsch als Wölfin Raksha und Jessica Schwarz als Schlange Kaa konnten mich überzeugen. Ben Becker habe ich beim Tiger Shir Khan kaum als ihn erkannt. Idris Elba, der den Bösewicht im Original spricht, klingt einfach 100× geiler.

Auch ist es schade, dass man bei Disney nicht ganz über den eigenen Schatten springen konnte und die Message des Films, in das Mantra „das Gesetz des Dschungels“ verpackte, das dann auch einmal zu oft und voller Pathos rezitiert wurde. Natürlich bleibt die Geschichte im Kern gleich und so sind hier auch keine Überraschungen zu erwarten. Ich kann „The Jungle Book“ trotzdem jedem empfehlen. Schon allein die Bildgewalt ist das wert. Also schwingt(!) euch ins Kino.

weiterführender Link: Disney

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