26 Games von arrcade

A wie… Armada

Zugegeben, es ist ein klein bisschen geschummelt, weil da ja noch dieses „Star Trek“ im Titel steht und man kann die 26 schon allein mit Star-Trek-Spielen vollmachen, aber Assassin’s Creed ist zu naheliegend und ich hab noch nicht einen Teil komplett durch.

Armada war für mich der Höhepunkt der Computerspiele, die auf Star Trek basieren. Endlich konnte man in Echtzeitstrategie-Manier Flotten lenken und Basen bauen, wie es Spiele wie Dune II (1992), Command & Conquer (1995) und StarCraft (1998) vorgemacht hatten und zum ersten Mal in 3D. Auch wenn die „Höhe/Tiefe“ am Ende im Spielverlauf nicht so entscheidend war, war sie doch ein Novum. Ein weiteres Novum war die erste volle Unterstützung von zwei Monitoren, wenn man denn eine Matrox-Grafikkarte mit zwei VGA-Ports besaß. Damit ließ sich der „Breitwandmodus“, eine wechselnde, filmische Kameraperspektive, die sonst in einem kleinen Fenster im Interface am unteren Rand ablief, groß darstellen. Aktivierte man zusätzlich den „Director’s Cut“, flogen die Schiffe in einem Kampf selbstständig umher, anstatt still am Fleck zu bleiben. Das erschwerte zwar ihre Auswahl, sah aber geil aus. Des Weiteren ist Armada völlig synchronisiert – sowohl die Originalstimmen als auch die deutschen Synchronsprecher, konnten damals für das Spiel gewonnen werden.

Star Trek: Armada & Armada II (Boxen)

Story

5 × 4 Missionen gibt es im Singleplayer-Modus, wobei man nacheinander Sternenflotte, Klingonen, Romulaner und Borg spielen darf. Im letzten Missionsblock verbünden sich dann die drei Fraktionen des Alpha-Quadranten gegen die Borg-Bedrohung.

Besonders gefiel mir damals das Weiterspinnen von Handlungssträngen aus den Serien und dem letzten Film. So besucht man mit Worf kurz Baku, der Dominion-Krieg wird erwähnt, Commander Sela taucht wieder auf, der klingonische Bürgerkrieg um die Thronfolge wird thematisiert und selbst Locutus darf die Borg wieder anführen. Die Vermengung all dieser Elemente in eine kohärente Storyline, ist eine der großen Stärken von Armada.

Dann macht es natürlich extrem viel Spaß die Schiffe in Schlachten zu schicken und Basen zu bauen. Damals konnte man das noch, vor der Erfindung von Action-RTS, bei der Basenbau (alles was Zeit kostet) eher als Hindernis angesehen wird (die „Command & Conquer„-Reihe hatte in der Richtung eine eher unvorteilhafte Entwicklung genommen).

Star Trek: Armada - Neg'Var-Flotte

Mehr Star Trek von Activision

Armada war im Februar 2000 das zweite Star-Trek-Spiel, das unter der Ägide von Activision erschien und noch im selben Jahr sollte Elite Force folgen (Dezember 2000). Das erste Spiel im November 1999 – Hidden Evil – war ein Adventure und sollte an die Star-Trek-Adventures der Original-Serie und von TNG anknüpfen. Es war eine Fortsetzung des Films Star Trek: Der Aufstand, blieb aber weit hinter den Erwartungen zurück.

Von 1999 bis 2003 produzierten Studios für Activision neun Spiele mit der Star-Trek-Lizenz (TNG & VOY) in allen erdenklichen Genres und Armada erhielt im November 2001 ein Sequel. Im Juni 2003 endete mit Elite Force II Activisions Engagement, nachdem der Publisher Viacom verklagt hatte. Die Lizenz-Spiele liefen nicht gut, was auch Interplay (TOS) und Simon & Schuster (DS9) mitbekamen. Ein Kuriosum stellt auch Starfleet Command III dar, das zwar denselben Entwickler hat (Taldren) wie seine Vorgänger, aber da es im TNG-/Voyager-Zeitrahmen spielt, fielen die Veröffentlichungsrechte an Activision, davon abgesehen hatte Interplay ja noch ganz andere Probleme.

Mad Doc Software, der kleine Entwickler, der für Armada und Armada II verantwortlich zeichnet, versuchte 2006 noch einmal sein Glück mit einem Strategie-Simulator im Star-Trek-Universum für Bethesda. Legacy sollte zum 40. Geburtstag von Star Trek auf den Markt kommen, verpasste den Herbst-Release jedoch und kam auch dann nur eher schlecht bis mittelmäßig bei Spielern und Kritikern an.

Spielbare & nichtspielbare Rassen/Schiffe

Sternenflotte in Star Trek: Armada Klingonen in Star Trek: Armada  Romulaner in Star Trek: Armada Borg in Star Trek: Armada andere Rassen in Star Trek: Armada

Game-Score:

Dieser Artikel ist Teil der Initiative „26 Games“ von arrcade.de, die Gammelbloggern wie mir einen Vorwand zum Schreiben liefern soll. Macht doch auch mit.

Bilder & Videos © 2000 Paramount Pictures & Activision, Inc.

2 Gedanken zu „A wie… Armada“

  1. Ich hatte mich schon auf das Armada vom Dreamcast gefreut, aber dann war es doch Star Trek. Aus dem Universum kenne ich nur Elite Force, aber das hat mir damals echt gut gefallen. Taugte eigentlich Star Trek Away Team etwas?

    1. Sorry wegen dem Hinterslichtführer 😀

      Away Team“ war mein erstes und einziges rundenbasiertes Taktik-Spiel. Ich hatte X-COM bei nem Kumpel gesehn und ungefähr zu der Zeit kam ja auch Jagged Alliance raus. Aber es war mir tatsächlich zu schwer. Ich habs vor nem Jahr mal wiederbesorgt aber auch da bin ich an einer Mission hängen geblieben. Scheine nicht die nötigen Fähigkeiten für die Art von Spiel zu haben 😀

      Es gibt ne gute englischsprachige Let’s-Play-Playlist auf YouTube zu dem Spiel: http://www.youtube.com/playlist?list=PL0011C9B1E449AB62

      Zum Taugen kann ich also nicht so viel sagen. Bis zu dem Punkt, an dem ich nicht weiterkomme machte es Spaß und sah gut aus. Gut fand ich auch die Verbindung zu Armada. Das Team der USS Incursion, das hier die Hauptrolle spielt, taucht in Aramda II wieder auf und Schiffsmodelle die für Armada entworfen wurden, gibts hier auch gezeichnet zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.