Die fantastische Welt von Oz – Stadtrandgedanken https://blog.michaelspieler.eu Mon, 14 May 2018 22:00:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.3.8 Das war der März und seine Filme https://blog.michaelspieler.eu/2013/04/10/filme-marz-2013/ Wed, 10 Apr 2013 13:54:32 +0000 http://blog.michaelspieler.eu/?p=113 Das war der März und seine Filme weiterlesen]]> In der ersten Märzwoche habe ich gleich drei Filme gesehen und hätte zwei davon im Anschluss lieber gegen zwei, die ich nicht sehen konnte, eingetauscht. Die Dramödie „Take This Waltz“ mit Michelle Williams und Seth Rogen klingt so viel besser als das unsägliche „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ von Schmachtfetzenautor Nicholas Sparks. Nur 4 von 10 Sonnenuntergänge konnte er damit bei mir gewinnen:

Meine durchaus vorhandene romantische Ader findet in „Safe Haven“ nur wenig Verwertbares. Allein die Ausgangssituation beider Charaktere ist so Hollywood-stereotyp, dass sich die Balken biegen. Er, alleinerziehender Witwer, der seit dem Tod seiner Frau in eine Melancholie verfallen, sich niemandem wirklich öffnet und die schöne Unbekannte, die ihm sofort den Kopf verdreht und selbst eine Schale aus mysteriöser Unnahbarkeit präsentiert. Die Punkte gibt es für die schönen Bilder.

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Der zweite Film, den diese Einschätzung trifft, ist „Bullet To The Head“, mit dem schönen deutschen Titel „Shootout – Keine Gnade„. Mit dem „Nachtzug nach Lissabon“ hätte ich mich vermutlich weit mehr anfreunden können. So bekam der schiefgegangene Versuch von Hauptdarsteller Stallone und Regisseur Walter Hill („Nur 48 Stunden“), die Buddy-Cop-Actionkomödie wiederzubeleben, auch nur 4 von 10 Kugeln in den Kopf:

„Shootout“ mag für einen Filmabend oder den ‚lazy Sunday afternoon‘ reichen, aber ein Weg ins Lichtspielhaus lohnt sich dafür eigentlich nicht. Wer diesen gefühlten Rückschritt von Stallone dennoch sehen will, mache sich auf blutige Abrechnung gefasst. Die 4 Punkte gibt’s für Ronon, äh Conan, äh Khal Drogo, äh Jason Momoa, der überhaupt nicht type-gecastet wurde. Jimmys Sprüche, die halt doch ab und an zünden. Und Sarah Shahi, die gerade in der Serie „Chicago Fire“ als Rettungssanitäterin unterwegs ist und in der Krimiserie „Life“, die Partnerin von Damian Lewis („Homeland“) spielte.

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Das Highlight der ersten Woche (Starts alle am 7. März 2013) war unbestreitbar „Die fantastische Welt von Oz„, das allerdings hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Ich bin ganz besonders enttäuscht von Disneys offenbar zwiespältigem Verhältnis zu den eigenen Musicalnummern und dem Fehlen solcher in der Vorgeschichte zu dem Film, in dem Gesang ein fester Bestandteil ist. 6 von 10 fliegende Affen gab es dafür:

Disney präsentiert in der ersten Märzwoche ein familienkompatibles Märchenabenteuer, mit verrückten und auch putzigen Charakteren, das seine Hauptfigur und die Märchenwelt, durch die sie reist, verändert. Es schwankt dabei zwischen Komödie und Tragödie hin und her. Wirklich überraschend ist nichts, aber es sieht gut aus. Wer auf Musical-Einlagen hofft, den muss ich leider enttäuschen.

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Direkt eine Woche später startete bei uns das nächste Märchenabenteuer – „Jack and the Giants„. Die Neuverfilmung vom Märchen „Hans und die Bohnenranke“ stand unter keinem guten Stern, denn Bryan Singers Werk floppte schon an den amerikanischen Kinokassen. Auch hierzulande war gerade die Konkurrenz zu „Oz“ zu viel für Jack und die Riesen. Außerdem hält sich hier immer noch „Hänsel & Gretel – Hexenjäger“ auf Platz 5 der Charts, in die „Jack and the Giants“ gerade mal auf Platz 7 einstieg, bevor der Film wieder aus den Top 10 verschwand.

Zu Unrecht wie ich finde, denn die Besetzung ist gut & witzig und es kommt richtiges Abenteuer-Flair auf. Einzig der zwiespältige Umgang mit der Darstellung von Gewalt fiel mir misslungen auf, so dass er am Ende sogar die selbe Bewertung wie „Die fantastische Welt von Oz“ bekam. 6 von 10 magische Bohnen war er mir wert:

Ich mochte „Jack and the Giants“ – vermutlich mehr als mancher Kollege. Zwar war ich etwas enttäuscht von der Art und Weise, wie der Film versucht Gewalt darzustellen ohne sie zu zeigen, hatte mit den Charakteren aber im Großen und Ganzen ein außerordentliches Vergnügen. Zufälle oder Überraschungen gibt es keine, alle sind natürlich immer dort wo sie sein müssen, um die Geschichte zu erzählen. Bohnen und Prinzessin sind natürlich in der regnerischen Nacht bei Jack, damit die Geschehnisse ihren Lauf nehmen können. Wie im Märchen.

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In der selben Woche startete außerdem „Rubinrot“ – die Verfilmung eines deutschen Jugendfantasyromans, den meine Kollegin Bettina weitaus besser eingestuft hat, als ich es vermutlich tun würde. Aber das ist nur so ein Gefühl. Aus der Woche fehlt mir persönlich noch das Biopic „Hitchcock“, das den gleichnamigen Regisseur zur Zeit der Dreharbeiten zu „Psycho“ portraitiert.

Am 21.03. strömten die Deutschen zur animierten Steinzeitfamilie „Die Croods“ und Vanessa Hudgens versuchte von ihrem High-School-Girl-Image wegzukommen, indem sie sich in „Spring Breakers“ mit ihren Freundinnen als Kleinkriminelle verdingt. Ich hingegen hatte Fernweh und ließ mich von dem nacherzählten echten Abenteuer von Thor Heyerdahl und seiner Crew auf der „Kon-Tiki“ begeistern. Das war, „Gangster Squad“ im Januar, der zweite Film, der 2013 von mir volle Punktzahl bekam. Er hat mich echt mitgerissen und das kommt nicht allzuoft vor, schon gar nicht bei Nacherzählungen von Dokumentationen:

„Kon-Tiki“ nimmt euch mit auf einer Entdeckungsreise, sowohl zu den Abgründen, die sich in jedem Menschen auftun, als auch zu den Gefahren der offenen See, aber auch ihrer wilden Schönheit. Dieser Film hat ganz Norwegen, statistisch gesehen, 3x komplett ins Kino gelockt; ihr solltet dem Beispiel folgen und euch begeistern lassen.

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Die letzte Märzwoche war geprägt vom Start des Action-Reissers „G.I. Joe – Die Abrechnung„, der mich als Fan des ersten Films etwas vor den Kopf gestoßen hat, auch wenn mir bestimmte Dinge hinsichtlich der Besetzung schon im Vorfeld bekannt waren, fand ich die Veränderungen lieblos hingeschludert. Ich weiß schon auch, dass „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ von 2009 ein trashiger Film war, aber ich mochte ihn. Wegen der verschrobenen Charaktere und der übertriebenen Handlung.

Da man offensichtlich keinen Besseren fand, als einen Regisseur von Tanzfilmen, Teil Zwei zu inszenieren, ist das Ergebnis nicht groß verwunderlich. Es gibt genau einen Part des Films – ca. 1/3 des Ganzen – der mir gefallen hat und wirklich anderen Actionfilmen zeigt wo der Hammer hängt. Doch das Gesamtbild bleibt ein wildes Durcheinander von Belanglosigkeiten, so dass es nur für 3,33 Punkte von 10 reichte:

Ich bin enttäuscht. Obwohl sich ein paar gute Ansätze finden die Story fortzuführen und die subsequente Auflösung an sich auch passte, war mir hier viel zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit am Start. Ich finde es halt schade, dass man mit dem Gedanken an den ersten Film ins Kino geht und dann unweigerlich enttäuscht wird. Nicht aufgrund der ausgesprochen gut choreografierten Action, sondern aufgrund des belanglosen Füllmaterials und der nicht vorhandenen Verbindung zu den neuen Charakteren – ich fieberte mit keinem irgendwie mit.

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Mir wurde vorgeworfen, dass er ja wohl kaum schlechter als Teil Eins sein könne und das kann man auch gerne so sehen – ich hatte damals mehr Spaß.

Jetzt im April gibt es einen Nachfolgeversuch zur „Twilight“-Filmreihe in Form von „Beautiful Creatures„, Tom Cruise darf sich auf einer leergefegten Erde in „Oblivion“ um abgestürzte Drohnen kümmern, Mark Wahlberg und Russel Crowe haben im Thriller „Broken City“ miteinander zu tun und es startet der sage und schreibe fünfte Teil der Scary-Movie-Reihe.

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Das war der Februar und seine Filme https://blog.michaelspieler.eu/2013/03/03/filme-februar/ Sun, 03 Mar 2013 18:21:26 +0000 http://blog.michaelspieler.eu/?p=72 Das war der Februar und seine Filme weiterlesen]]> Am 7. Februar durften sich Til Schweiger und Jason Statham die Kinosäle teilen, aber weder „Kokowääh 2“ noch „Parker“ lockten mich ins Kino.

Das war erst wieder in der zweiten Februarwoche der Fall, als am 14.02. Bruce Willis zum fünften Male langsam starb. Jon McClane wird in „Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ (Review von Christian Siegel) unfreiwillig zum Superspezialeinmannkommando, der seinem Sohn in Russland zu Hilfe kommt. Der ist natürlich auch CIA-Agent und es gibt zwielichtige Politiker & Millionäre und ein Geheimnis in Tscheronbyl – it’s a mess. Trotzdem konnte mich der Film – so lange er lief – unterhalten und bekommt aus Nostalgiegründen noch 5 von 10 Punkten.

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http://www.youtube.com/watch?v=TNsEoJep-z8

Kinder und ihre Begleiter hatten auch nochmal die Möglichkeit, sich „Findet Nemo“ runderneuert in 3D anzusehen. Der inzwischen als Pixarklassiker betitelte Animationsfilm, hat natürlich nichts von seinem Charme eingebüßt. Ob man dafür aber nochmal ins Kino rennt anstatt zur DVD zu greifen, ist eher fraglich. Mit ähnlichen Zweifeln schien auch Diney zu hadern, denn „Findet Nemo 3D“ kam erst fünf Monate nach dem USA-Start nach Deutschland.

Am 21.02. sah ich, entgegen naheliegender Vermutungen weder die oscarprämierte Musical-Verfilmung „Les Misérables“ (Review von Christian Siegel) noch die Paranormal-Activity-Parodie „Ghost Movie“, sondern ein echtes Kleinod – „Warm Bodies„. Der nette Zombie R (Nicholas Hoult, „X-Men: Erste Entscheidung„) verguckt sich bei der Suche nach frischem Menschenfleisch in die hübsche Julie (Teresa Palmer, „Ich bin Nummer Vier“) und sein totgeglaubtes Herz beginnt langsam wieder zu schlagen. 9 von 10 lauwarme Körper gab es für diese etwas andere Liebeskomödie von mir:

Wer lieber schmunzeln als Hollywood-Stars in Falsetto von der Leinwand schallen hören will, ist bei „Warm Bodies“ gut aufgehoben. Die ungewöhnliche Horrorkomödie beweist subtilen Witz und präsentiert gerade für Kenner des Zombie-Genres mal einen neuen Ansatz.

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http://www.youtube.com/watch?v=sWcA5NUF-Ic

Letzten Donnerstag startete nun u.a. „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ eine recht eigenwillige Interpretation des Märchens, mit ordentlichem Splatterfaktor und einer Outfit- und Gadgetausstattung, die „Van Helsing“ alle Ehre macht. Der Film lag schon auf Halde (wie „Red Dawn„) und wurde vom Studio bewusst zurückgehalten, bis nun Herr Renner im letzten Jahr durch Bourne und Avengers etwas an Profil gewann. Die Story ist schnörkellos, macht aber durchaus Spaß. Sehr, sehr leichte – aber dennoch – Unterhaltung.  5 von 10 Hexenbesen konnten Jeremy Renner („The Avengers„) und Gemma Arterton („Prince of Persia: Der Sand der Zeit“) dafür bei mir einheimsen:

Wer über die überraschende Schmerzunempfindlichkeit von Hänsel & Gretel hinwegsehen kann und bei einer Actionkomödie kein Nachkriegsdrama erwartet, wird sich in 88 Minuten auch nicht den Po wundsitzen. Ja, eine unumwundene Empfehlung klingt anders, da es sich trotz allem von den vorgenannten Filmen leider kaum abhebt und nicht das Gefühl aufkommt, etwas Neues zu sehen.

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http://www.youtube.com/watch?v=L4eEki7yIeg

Ich hatte auch Gelegenheit mir einen Direct-To-Video-Titel anzusehen und wurde positiv von „Guns & Girls“ überrascht. Im tarantinoesken Ballerkrimi, darf sich Christian Slater („Hard Rain“) unfreiwillig auf die Suche nach Gary Oldman („The Dark Knight Rises„) als Elvisimitator machen, denn dieser hat allem Anschein nach eine indianische Kriegermaske aus einem Reservats-Casino gemopst. Entlang des Wegs begegnen ihm dabei allerlei zwielichtige Gestalten, die ihrerseits hinter der Maske oder dem mit ihr verbundenen Lösegeld her sind. 7 von 10 Sideburns war mir das wert:

Autor & Regisseur Michael Winnick gelingt eine sympathische Neuinterpretation eines etwas ausgeleierten Genres, das zuletzt mit „Killing Them Softly“ in die Hose ging. „7 Psychos“ ist auch ähnlich gestrickt, hat aber durch seine spezielle Herangehensweise (Film im Film) noch einen ganz eigenen Charme. „Guns and Girls“ unterhält 90 Minuten lang auf gleichbleibendem guten Niveau und das muss man erst einmal nachmachen. Abzug gibt es wegen zu wenig Gary Oldman.

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http://www.youtube.com/watch?v=0RTvogm7p48

Der März startet nächsten Donnerstag mit einem Besuch in der fantastischen Welt von Oz, Sylvester Stallone ballert in „Shootout“ wortkarg um sich und Nicholas Sparks hat mit „Safe Haven“ erneut einen seiner Schmachtromane ins Kino gebracht. Reviews zu den Letztgenannten werden noch im Laufe der Woche ihren Weg auf fictionBOX finden.

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