Was lief im September im Kino?

Nun ist ja bereits die zweite Oktoberwoche angelaufen, aber bevor ich zu den Kinostarts im laufenden Monat komme, erst einmal ein kleiner Rückblick auf Filme, die sich meiner Meinung nach im September gelohnt haben, oder die ich selbst verpasst habe.

Am 01.09. kam Timur Bekmambetovs („Wanted“, „Abraham Lincoln Vampirjäger“) Remake von „Ben Hur“ ins Kino. Leider habe ich die Pressevorführung hierzu nicht wahrnehmen können, aber Jack Huston konnte in Sandalen wohl nicht überzeugen.

Eine Woche später startete „Nerve“ in den Kinos. Emma Roberts & Dave Franco treiben YouTube-Dares auf die Spitze und machen bei Nerve mit – ein Spiel um Geld und Ruhm und am Ende um die eigene Identität.

Am 22.09. gab es dann ein weiteres Remake. „Die glorreichen Sieben“ – Chris Pratt, Denzel Washington, Ethan Hawke, Vincent D’Onofrio, Byung-hun Lee, Manuel Garcia-Rulfo und Martin Sensmeier ziehen ihre Colts und raufen sich zusammen, um ein Dorf vor Räubern zu beschützen. Die westliche Version von Akira Kurosawas „Die sieben Samurai“ erhält durchschnittliche 63% und kann mit den berühmten Vorgängern nicht mithalten. Es soll wohl nur ein moderat von der Norm abweichender Actionfilm sein.

Gleichzeitig kam Oliver Stones Biopic über Edward Snowden in die Kinos. Nach der oscarprämierten Doku „Citizenfour“ konnte es nicht lange dauern, bis Hollywood den Werdegang des Ex-CIA-Mitarbeiters und wohl berühmtesten Whistleblowers auf die Leinwand bringt.  Joseph Gordon-Levitt schlüpft in die Rolle des 31-jährigen, der geheime Dokumente über die allumfassende Überwachung seiner Agnency an die Presse leakte.

Die letzte Oktoberwoche hatte dann gleich drei ganz unterschiedliche aber gleich grandiose Filme zu bieten, die immer noch laufen und die ich euch allen nur wärmstens empfehlen kann!

„Findet Dorie“ erzählt die Geschichte der besten Freundin von Marlin, die ihn auf der Suche nach seinem Sohn unterstützte. Sie erinnert sich plötzlich an ihre Eltern und begibt sich auf die Suche nach ihnen. „Findet Dorie“ ist tatsächlich noch einmal toller, niedlicher und witziger, als „Findet Nemo“ seinerzeit. Kein Wunder also, dass der Film noch immer auf Platz 1 der Kinocharts ist und in den ersten 11 Tagen bereits 17 Millionen Euro einspielte. Weltweit hat Findet Nemo schon über 1 Mrd Dollar eingenommen und ist damit der dritte Film von Disney dieses Jahr, dem das gelang. Die anderen beiden sind „The First Avenger: Civil War“ und „Zoomania„.

Als zweite Empfehlung soll hier „Frantz“ genannt sein. Durchaus auch als Remake zu bezeichnen, lädt uns François Ozon in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg ein. Eine Zeit voller Ressentiments zwischen Frankreich und Deutschland und seinen Bürgern, die alle ihr Söhne an die Front geschickt hatten. Ein junger Franzose taucht eines Tages am Grab eines gefallenen Deutschen auf und sucht dessen Familie auf. Wie die trauernde Verlobte, die Familie und die Gesellschaft reagieren ist aktueller wie nie. Super Film!

Zu guter Letzt begab sich Bryan Cranston als Zollbeamter Robert Mazur undercover und infiltrierte das Medellín-Kartell als Geldwäscher in den USA. Der Film basiert auf Mazurs eigenen Memoiren aus der Zeit mit dem selben Titel, „The Infiltrator“. Zusammen mit Diana Kruger, als seiner Ko-Agentin und gespielten „Verlobten“, sitzt man in „The Infiltrator“ ständig an der Kante seines Kinosessels und hat kaum Zeit mal Luft zu holen. Natürlich wird die Gewalt der ruchlosen Handlanger der Drogenbarone explizit gezeigt und ist nichts für schwache Nerven. Der Druck, der auf den beiden Agenten lastet und stetig zunimmt, ist förmlich spürbar und man fiebert unweigerlich mit. Egal ob man weiß, wie die Geschichte ausgeht oder nicht. Empfehlung!

Da der Oktober schon begonnen hat, geht es hier gleich weiter mit der nächsten Liste.

Cheerio.

 

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