Das war der Februar und seine Filme

Am 7. Februar durften sich Til Schweiger und Jason Statham die Kinosäle teilen, aber weder „Kokowääh 2“ noch „Parker“ lockten mich ins Kino.

Das war erst wieder in der zweiten Februarwoche der Fall, als am 14.02. Bruce Willis zum fünften Male langsam starb. Jon McClane wird in „Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ (Review von Christian Siegel) unfreiwillig zum Superspezialeinmannkommando, der seinem Sohn in Russland zu Hilfe kommt. Der ist natürlich auch CIA-Agent und es gibt zwielichtige Politiker & Millionäre und ein Geheimnis in Tscheronbyl – it’s a mess. Trotzdem konnte mich der Film – so lange er lief – unterhalten und bekommt aus Nostalgiegründen noch 5 von 10 Punkten.

Kinder und ihre Begleiter hatten auch nochmal die Möglichkeit, sich „Findet Nemo“ runderneuert in 3D anzusehen. Der inzwischen als Pixarklassiker betitelte Animationsfilm, hat natürlich nichts von seinem Charme eingebüßt. Ob man dafür aber nochmal ins Kino rennt anstatt zur DVD zu greifen, ist eher fraglich. Mit ähnlichen Zweifeln schien auch Diney zu hadern, denn „Findet Nemo 3D“ kam erst fünf Monate nach dem USA-Start nach Deutschland.

Am 21.02. sah ich, entgegen naheliegender Vermutungen weder die oscarprämierte Musical-Verfilmung „Les Misérables“ (Review von Christian Siegel) noch die Paranormal-Activity-Parodie „Ghost Movie“, sondern ein echtes Kleinod – „Warm Bodies„. Der nette Zombie R (Nicholas Hoult, „X-Men: Erste Entscheidung„) verguckt sich bei der Suche nach frischem Menschenfleisch in die hübsche Julie (Teresa Palmer, „Ich bin Nummer Vier“) und sein totgeglaubtes Herz beginnt langsam wieder zu schlagen. 9 von 10 lauwarme Körper gab es für diese etwas andere Liebeskomödie von mir:

Wer lieber schmunzeln als Hollywood-Stars in Falsetto von der Leinwand schallen hören will, ist bei „Warm Bodies“ gut aufgehoben. Die ungewöhnliche Horrorkomödie beweist subtilen Witz und präsentiert gerade für Kenner des Zombie-Genres mal einen neuen Ansatz.

Letzten Donnerstag startete nun u.a. „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ eine recht eigenwillige Interpretation des Märchens, mit ordentlichem Splatterfaktor und einer Outfit- und Gadgetausstattung, die „Van Helsing“ alle Ehre macht. Der Film lag schon auf Halde (wie „Red Dawn„) und wurde vom Studio bewusst zurückgehalten, bis nun Herr Renner im letzten Jahr durch Bourne und Avengers etwas an Profil gewann. Die Story ist schnörkellos, macht aber durchaus Spaß. Sehr, sehr leichte – aber dennoch – Unterhaltung.  5 von 10 Hexenbesen konnten Jeremy Renner („The Avengers„) und Gemma Arterton („Prince of Persia: Der Sand der Zeit“) dafür bei mir einheimsen:

Wer über die überraschende Schmerzunempfindlichkeit von Hänsel & Gretel hinwegsehen kann und bei einer Actionkomödie kein Nachkriegsdrama erwartet, wird sich in 88 Minuten auch nicht den Po wundsitzen. Ja, eine unumwundene Empfehlung klingt anders, da es sich trotz allem von den vorgenannten Filmen leider kaum abhebt und nicht das Gefühl aufkommt, etwas Neues zu sehen.

Ich hatte auch Gelegenheit mir einen Direct-To-Video-Titel anzusehen und wurde positiv von „Guns & Girls“ überrascht. Im tarantinoesken Ballerkrimi, darf sich Christian Slater („Hard Rain“) unfreiwillig auf die Suche nach Gary Oldman („The Dark Knight Rises„) als Elvisimitator machen, denn dieser hat allem Anschein nach eine indianische Kriegermaske aus einem Reservats-Casino gemopst. Entlang des Wegs begegnen ihm dabei allerlei zwielichtige Gestalten, die ihrerseits hinter der Maske oder dem mit ihr verbundenen Lösegeld her sind. 7 von 10 Sideburns war mir das wert:

Autor & Regisseur Michael Winnick gelingt eine sympathische Neuinterpretation eines etwas ausgeleierten Genres, das zuletzt mit „Killing Them Softly“ in die Hose ging. „7 Psychos“ ist auch ähnlich gestrickt, hat aber durch seine spezielle Herangehensweise (Film im Film) noch einen ganz eigenen Charme. „Guns and Girls“ unterhält 90 Minuten lang auf gleichbleibendem guten Niveau und das muss man erst einmal nachmachen. Abzug gibt es wegen zu wenig Gary Oldman.

Der März startet nächsten Donnerstag mit einem Besuch in der fantastischen Welt von Oz, Sylvester Stallone ballert in „Shootout“ wortkarg um sich und Nicholas Sparks hat mit „Safe Haven“ erneut einen seiner Schmachtromane ins Kino gebracht. Reviews zu den Letztgenannten werden noch im Laufe der Woche ihren Weg auf fictionBOX finden.

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